00:00
Persönlich
00:30
Danni Vordler im Gespräch mit Gästen.
00:33
Schönen guten Morgen allerseits. Das ist persönlich live aus der Kunsthalle Appenzell. Auch heute wieder mit Geschichten aus dem Leben. Ein festen Wert seit 50 Jahren am Schweizer Radio. Und das natürlich auch Als Podcast, um jederzeit zu hören. Meine heutigen Gäste kommen aus der Landwirtschaft. Gerlinde Neve wollte eigentlich nur mal zwei Wochen auf einer Alp mithelfen. Aus diesem Abenteuer ist die grosse Geschichte von ihrem Leben geworden.
01:05
Der Aupler Bruno ist nämlich seit rund 40 Jahren ihrem Mann. Herzlich willkommen, Gerlinde. Guten Tag.
01:10
Guten Morgen.
01:15
Und Christian Manser liegt regelmässig in einen Kuhstall, um herauszufinden, wie es den Kuh geht. Er ist sogenannte Kuh-Signal-Trainer und auch sonst tausend Sassa. Herzlich willkommen, Christian.
01:30
Grüezi, Christian.
01:36
Herr Linde, du hast uns vorher vor den Nachrichten im Saal schon erklärt, dass du gestern von der Alp runtergekommen bist. Alten Alp, 1600 Meter über dem Meer, man kommt nur zu Fuss hoch, ist eine sehr steile Angelegenheit, ist sehr anspruchsvoll, auch für die Tierhaltung, für die Landwirtschaft zu betreiben. Und dir heute haben wir auch schon gehört, kein Strom, nur gerade ein Generator, um die Mauchmaschine zu betreiben. Wie erlebst du das Leben ohne Strom dort oben?
02:06
Ich habe begriffen, dass es sehr wohl auch ohne Strom geht. Es braucht ein wenig Improvisationsvermögen, man muss sich ein wenig auf das einlassen. Und dann merkt man, es braucht eigentlich nicht immer alles.
02:20
Also das ist mit dem Licht, das ist auch noch Herzenlicht angesagt, nehme ich an.
02:24
Wir haben Petrolampen, die sich überall bewährt haben.
02:31
Und natürlich hat man mal eine neue Stirnlampen, aber die bewährt sich nicht gleich wie die Petrollampen. Die sind einfach bombensicher.
02:41
Und was ist denn besonders anspruchsvoll im Alltag, ohne Strom zu haben?
02:49
Es braucht vom Körper viel Kraft und Ausdauer.
02:53
Also zum Beispiel zum Waschen?
02:55
Ja, genau. Waschen, vorhand waschen. Die Wasche eindrücken und auswenden von Hand. Das braucht Kraft. Vorhand melken. Wir tun Geissen vorhand melken. Das Käse, den Käse aus dem Käse ziehen ohne Strom.
03:13
Das braucht einfach alles körperliche Kraft. Und das ist alles auch ein Zeitmanagement.
03:19
Jetzt wollte ich gerade sagen, Kraft auf der einen Seite, aber es ist natürlich auch ein grosser Zeitaufwand auf der anderen Seite. Wenn ich jetzt denke, du hast auch dort einen Gastrobetrieb, also es gibt Sachen zu waschen von dort. Es gibt Leute, die dort übernachten in einem Massenlager, da gibt es auch Sachen zu waschen. Das braucht viel Zeit, oder? Ja, genau.
03:39
Das muss man sich gut einteilen. Gott sei Dank hat man dann immer auch Leute, die einem helfen.
03:47
Und unterstützt. Ohne Unterstützung des Umfeldes ging es gar nicht.
03:53
Ein kurzer Einblick in den Alltag auf der Alp der Gerlinde Neve. Christian Manser, Kuhsignaltrainer. Ich habe es gesagt, du gehst in den Stall hinein, schauen, wie es den Kühen geht. Du erkennst das zum Beispiel am Fall an der Körperhaltung, an Augen, an Ohren oder ich weiss nicht was alles. Kannst du uns schnell erklären, wie das aussieht, wenn du in den Stall hineingehst? wie du dich in der Kuh fühlst, sozusagen.
04:23
Wichtig ist ja, dass ich den Bauern auf den Einladen einruhe. Der Bauer ruft mich auch an. Dann schreibt man, mache mir den Termin ab, ich komme dorthin, dann habe ich das Kombi an, Gummistevel, also dass ich richtig im Stall arbeiten kann, ohne dass ich da alles aufpassen muss, dass ich irgendein Ort spritzt oder dreckig werde. Und dann geht es dann ein bisschen darum, um es sich vielleicht vorstellen zu können, wenn ich an einem Ort hergehe, dann überlege ich mir alle, wäre da auf dem Betrieb, in dem Stall, in der Herde gehen, schwächste Tiere. Es geht alle um die Schwächsten.
04:53
Das ist ja bei den Leuten genau das Gleiche bei den Mitarbeitern. Wenn jemand bewusst ist, die Schwächsten sind die Wichtigsten, dann kann man die auch bewusst nachnehmen. Und wie führst du dich in die schwächste Kuh hinein? Und dann gehst du mal her und schaust, wie haben sich die Tiere verteilt. Dann möchtest du schon am Anfang, gerade in einem Laufstall, so wie so natürlich, Wo sollen eher die Schwächeren? Sind sie hier in der Ecke? Oder sie sollen nicht fressen, wenn alle anderen fressen? Und dann weisst du schon mal, aha, vielleicht hat es zu wenig Fressplätze. Und dann geht es weiter, dass man auch die Haltung anschaut.
05:24
Da haben sie krumme Rücken, wie sie auf den Füssen. Und dann sieht man im Stall auch Kuhsignal, nicht nur an den Kühen, sondern an der Stallinrichtung. Also hat es Ecken, die glänzend sind, die poliert sind. Hat es irgendeine Art glatte Stelle, wo man die Kühe trutschen sieht. Und dann geht es weiter an die Tiere, haben alle die Tiere gefressen. Auf der linken Seite ist die Kuh ja hochinteressant. Da hat sie zwischen den letzten Rippen und dem Hüfthöcker eine Dreieck. Und wenn du die Dreieck siehst, kannst du annehmen, aha, zu wenig gefressen. Und das sind dann häufig die schwachen Kühe, die natürlich auch eher wenig fressen.
05:56
Und so geht es darum, zu schauen, was zölle es. Und dann, am Schluss, in meiner Arbeit geht es nicht darum, die Kühe anschauen. Das ist der Weg zum Ziel. Am Schluss geht es darum, was wir machen müssen auf dem Betrieb, konkret in dem Stall, damit der Kühe noch etwas besser geht.
06:13
Und das sind die Ratschläge, die du der Bauernfamilie mit auf den Weg gehst. Ich habe gelesen, du liest zum Teil in den Stall hinein, in Stroh und so weiter.
06:21
Ja, das ist extrem etwas Wichtiges. Letzte Woche war ich mit ein paar Bauern, ein paar Angus-Züchter unterwegs. Und dann schauen wir die Betriebe an. Angus-Zucht ist neben Rumänien, wo es extrem expandiert. Und dann haben wir dort die Anlage auf einer Angus-Prüfstation gegangen. Und dann haben wir gesehen, dass die noch zu wenig fressen. Und die hatten so Kugeltränken dort. Das ist so eine Tränke, die ist zwar froschsichert, oben eine Kugel. Und dann habe ich gesagt, meistens ist die Qualität in den Kugeltränken nicht gut.
06:53
Und dann haben die Rumänen das Gefühl, sie botzen dich. Und dann bin ich mal da drin mit der Hand. Und dann habe ich dort unten mal einen Schlampf raus. Und die war. Die stinkt. Und wenn du das mal unter der Nase hast, dann möchtest du auch ein bisschen, um was es geht. Also du gehst in so einen Stall. Oder du liegst in den Kälbchenstall. Du liegst auf der Matratze der Kälbchen. Und der Kälbchen, die 20 Stunden am Tag liegen. Das muss einfach dort unten Top-Luft haben. Und wenn du mit dem Bauern zusammen inliegst, dann merkst du sofort, das kann gar nichts funktionieren.
07:22
Indiskrete Frage. Was muss deine Frau aushalten, wenn du zu Hause kommst?
07:30
Also meine Frau muss viel Begeisterung von mir aushalten, weil ich komme einmal her und erzähle wieder, was wir machen konnten. Und sie muss natürlich viel waschen, also Kombi waschen. Sie muss auch ertragen, dass es in unserem Auto eigentlich ein bisschen von Kuhdreck schmeckt, von der Gummisteffel halt. Im Sommer ein bisschen ausgeprägter als im Winter. Und sie muss manchmal auch akzeptieren, dass irgendwann noch ein Kuhdreck spritzt am Gesicht hat, aber das sieht man dann auch schon.
07:55
Ein Einblick in die Arbeit des Kuhensignals, Christian Manser. Dir heilt Gerlinde Neff auf der Alb die Situation, dass ihr im Frühling hochgeht mit den Tieren. Und nachher, jetzt gerade vor gut einer Woche, seid ihr mit 76 Kühen wieder oben runtergekommen. Das ist ein beschwerlicher Weg. Was ist das jeweils für ein Ding?
08:19
Es ist ein...
08:21
Ein Tag mit einer grossen Anspannung. Es braucht viele Leute, die uns helfen.
08:30
Was sind das für Leute, die wir helfen können? Überwiegend sind es bäuerlich orientierte Helfer, junge Leute, jüngere Leute und auch ältere.
08:44
Und die braucht es, damit man die Kühe geordnet auf dem Weg führen kann. Also sie laufen ja in der Herde und dann hat es halt Abschnitt, wo sie wirklich hintereinander laufen müssen. Dann muss man schauen, dass nicht eine umkehrt oder dass sie einander hacken.
09:02
Es hat ein Tier, das sich den ganzen Sommer nicht sehen, die dann einfach dazukommen, weil sie auf einer anderen Weid waren. Und dann muss man das ein bisschen in Ordnung halten. Und das ist einfach für alle eine grosse Anspannung, dass es gut geht, dass man in prinzlichen Situationen auch gut reagieren kann.
09:20
Und es hat geschiffen in die Strömen am Freitag vor einer Woche, als wir oben runtergekommen sind. Das macht es dir auch nicht einfacher. Der ganze Sommer war troch, dann hat man das Schiff.
09:30
Bei der Alp-Auffahrt war es eiskalt und es hat geregnet. Und von denen ernanommen. Sicher nicht so, wie man es gerne hatte. Und bei der Alp-Auffahrt hat es nur geregnet.
09:43
Wie war das denn, du bist oben geblieben jetzt, wenn die Kühe weg waren, die Stunden nachher?
09:51
Ich denke, sie sind ein bisschen leer. Was sind das für Gefühle, die hier aufkommen?
09:55
Dann züchte ich den ganzen Sommer an einem vorbei. Zuerst gibt es einmal ein paar Tränen. Ich muss mich zuerst mal ein bisschen plägen und dann gehe ich in den Alltag zurück. Und dann bin ich froh, dass nicht irgendwo noch eine Schelle daherkommt. Eine Kuh, die man vielleicht vergessen hat.
10:13
Das ist noch nie passiert, aber ich habe immer Respekt davor, dass das passieren würde.
10:18
36 Geissen bleiben noch hier oben, du und die Mann bleiben auch hier oben. Was passierte jetzt noch diese Tage?
10:24
Jetzt haben wir schon angefangen, den Zaunzimmer zu nehmen und man hat diese Stelle geputzt, also der Kuhstelle. Und die Zauhe sind inzwischen auch gegangen und dann wollte man diese Stelle putzen.
10:38
Und dann haben wir noch Gäste. Wir haben am Wochenende die Hochzeit gehabt. Die hatten auch Regeln. Dann haben wir das Hochzeit im Kurstal gemacht.
10:48
Also wieder? Ja gut, Gottlobe war da gerade frei. Ja, genau. Euch ein Zuhause ist jetzt in Steinegg, wenn ihr im Tal unten seid. Gibt es da auch bei Heiweh nach Zuhause, wenn du auf der Alpe bist?
11:03
Früher, als ich noch jünger war, eigentlich fast nie. Und jetzt ist es schon der Gedanke an den Komfort einer warmen Dusche oder eben an die Waschmaschine.
11:16
Die Waschmaschine.
11:18
Die ist noch hoch oben. Dann ist es schon schön. Dann kommt schon ein Bedürfnis mit der Zeit, dass man denkt, da wäre es gleich mal wieder schön.
11:28
Absolut verständlich, Gerlinde. Und der Druck auf den Knopf bei der Wäschmaschine muss ein toller Moment sein. Ich spüre es richtig fest. Christian, wir hatten es vom Wetter, vom Regen, wo sie oben runtergekommen sind, wo sie hoch sind. Wir hatten einen sehr heissen Sommer. Wie hast du das bei den Kühen erlebt? Was für Kummer von den Bauern hast du mitbekommen?
11:55
Ja, der Sommer, da tut ja nicht nur den Bauern weh, da tut mir schon auch extrem weh, wenn man da ein bisschen sieht, was da zum Teil abgeht. Und es ist ja nicht nur der Sommer, also der Sommer ist warm gesehen, für die Kühe brutal. Die Kühe können den Stockwitter schon ein bisschen die Körpertemperatur regulieren. Wir unterstützen es heute fest mit Lüften, mit offenen Stellen, zum Teil mit Duschen. Aber es ist wie ein bisschen... Wir müssen ein wenig aufpassen, dass wir nicht das Gefühl haben, wenn wir hier auf Apazellu fahren, überall grüne Wesen schon wieder.
12:26
Also fast überall. Sönnig noch nicht so, aber viele Kühe draussen. Kühe sehen gut aus. Aber für mich ist eine Art, den ganzen Sommer hat uns jetzt ein bisschen beschäftigt. In den Medien, beim Umlauf auf den Becken. Aber der Sommer will nachhallen. Also der Sommer, der tut mir...
12:45
macht man viel mehr Sorgen, wann man kommt. Also ich weiss, es fehlt viel Futter. Ich weiss, wir haben aktuell nichts Futter für alle Kühe, die man geben würde, durchfutteren bis zum Frühling. Und die Brutalzeit ist für mich noch nicht jetzt. Die Brutalzeit kommt dann, wenn die Futtervorräte langsam knapp wären, weil man eben europaweit nichts Raufutter zukaufen kann. In einem heissen, trockenen Sommer hätte man das können, dann können wir da ja nichts. Und das wäre brutal, wenn man anfängt zu überlegen, welche Kühe man abstoßen möchte.
13:16
Da habe ich kein gutes Gefühl. Was hast du denn für Diskussionen gehabt mit Bauern? Der Bauer pflegt seine Weiden. Die wissen, die sind ihm wichtig. Er dünge, nutze sie, steche sie, bekämpfe sie. Er gibt ihnen Flächen Sorge. Und jetzt ist das einfach Rot geworden. Du kannst nichts dafür. Und das ist brutal. Das ist eben so...
13:43
Da geht viel, viel Freude verloren. Nur schon da, wenn du siehst, hast du deine Wesen, lässt du die Kühe dort aus und sie können nichts fressen. Also so Sachen, das fährt jetzt ein.
13:51
Also wenn ich dich jetzt anschaue, spüre ich, dass du da auch gerade mitfühlst, oder? Also es berührt dich gerade.
13:57
Ja, das berührt mich sehr, weil ich einfach ein bisschen sehe, was die Bauern machen, was die Bauern arbeiten, wie die Bauern die Tiere genennen, wie die Bauern an dem, was sie machen, hängen. Ich habe das selber erlebt. Das ist unheimlich wertvoll, wenn man hier in der Landschaft aufwächst und arbeitet und wenn man das miterlebt. Und wenn man dann auch sieht, wie die Bauernfamilien jetzt einfach eine Art ohne Selbstverschuldung in Situationen geraten, in der nicht angenehm ist. Und es ist einfach noch nicht ausgestanden.
14:27
Also wenn man jetzt zu Hause das Gefühl hat, der Rasen, es wird ja wieder grün. Nein, das Problem des Bauern ist noch nicht gelöst. Und wir müssen den Bauern Sorge geben. Das finde ich extrem wichtig, dass man in dieser Zeit besonders Sorge hat und auch Verständnis hat für seine Anliegen und auch Respekt hat von dem, was sie macht. Und dankbar ist für das, was wir den Bauern hier haben. Und wenn wir den Bauern jetzt nicht Sorge haben, Das war eigentlich das Kleinste. Jeder, der das Gefühl hat, die Milch sollte nicht teuer sein im Laden, aber wenigstens ein bisschen anständig umgehen.
14:55
Der engagierte Christian Manzer hier in der Sendung «Versöbel».
15:04
Gleich noch eine kurze Nachfrage auf die Berufe als Kuh-Signal-Trainer. Ich meine, Bauernfamilien anfragen, damit sie Rotschläge bekommen. Das stelle ich mir auch noch schwierig vor. Diplomatisch kann man schon nicht sein. Du musst ziemlich ehrlich sein, was da alles nicht stimmt. Was man verbessern muss.
15:25
Wie wichtig ist die Ehrlichkeit in diesem Job? Das ist ein A und O. Das habe ich als Berater gesehen. Ich war auch etwa 10 Jahre Berater. Da bin ich vor allem nett gesehen. Und wenn du nett bist als Berater, kommst du einfach nicht weiter. Es ist schön mit den Bauern, die ich hier zusammen arbeite. Das ist eine super Berufsgruppe. Also die Bauern, die mich einholen, sind ja nicht unbedingt die, die mich am Nötigsten hätten. Ich sage, einen Bauern, der schon alles selber weiss, der alles besser weiss, den rufen wir schon mal nicht an. Der Bauer, der andere Sorgen hat, sagen sie der Familie, gesundheitlich und auch keine Freude an den Kühen, den rufen wir auch nicht an.
15:59
Die Gruppe, die mich holt, ist eine super Gruppe. Die macht extrem Freude. Ich komme ja auf viele Betriebe, ich kenne die Leute nicht. Ich weiss beim Herfahren, der geht wieder einen super Tag. Einfach schon, weil ich weiss, die sind motiviert, die haben Freude an den Kühen, die wollen auch etwas optimieren. Die wollen die Situation im Stall verbessern. Die sind auch finanziell bereit, um etwas anzubauen, umzubauen. Das ist extrem schön.
16:26
Mein Job ist in vielen Bereichen, Leute zu motivieren, zu abholen. Auch in dieser Zeit halten wir mit ihnen zu sprechen. Wir haben ehemalige Schülern die Leute an und wollen einfach zu sprechen. Es hört ihnen vielleicht niemand zu. Ich habe ja Zeit, um zuhören. Im Auto fahren sowieso. Man kann ein wenig zu sprechen über Gott und die Welt. Das tut ihm schon gut.
16:49
Wenn es meinen Bauern nicht gut geht, dann ist es einfach etwas, das mich selbst auch trifft und mir wehtut.
16:55
Austausch unter Gleichgesinnten, Gerlinde, Neve, das ist natürlich auch noch schwierig auf einer Alp oben. Mit wem redest du? Besprichst du, Zörgeli?
17:06
Wenn Probleme auftauchen, besprechen wir es im Team ganz sicher.
17:12
Ein Tier ist auf der Alp im Mittelpunkt. Wenn es den Tieren gut geht, geht es uns auch gut.
17:19
Bestimmt auch der Tagesablauf? Wenn man vielleicht einen kurzen Einblick überkommt von Tieren in diesem Tagesablauf, dann beginnt die Wende an.
17:28
Vier, halbe, fünf Kühe holen.
17:31
Denn mit der Zeit weiß man, welche Kuh wo ist. Es hat in der Altenalp normal keine Bäume. Aber wenn man die Kühe holt, ist einfach eine irgendwo. Nicht auffindbar. Aber Gott sei Dank sind in dem Sommer alle wieder aufgetaucht. Und dann halb bis fünf Kühe holen.
17:54
Die Männer Kühe melken und mein Mann und ich melken die Geisse. Die melken wir noch vorhanden. Und dann kommt er zum Morgen und dann kommt ein Tagesgeist. Und Käse ist ein zentraler Punkt, wo wir auch meinen Mann unterstützen können.
18:15
Ja, und dann geht es wieder Mittagessen und Käse schmieren und was.
18:21
Bis es nachtet. Ja, genau. Wie ist das eigentlich? Du bist jetzt, ich darf das sagen, 65, bist rund 40 Jahre jetzt schon auf dieser Albtüren-Sommertüren. Also, wie spürst du das rein jetzt auch körperlich? Also, ich nehme an, auch eine Müdigkeit.
18:38
Eine gewisse Müdigkeit stellt sich ein und natürlich, man ist nicht mehr gleich schnell, man ist nicht mehr gleich Tiefig. Auf der anderen Seite hat man ja Erfahrung und kann da, wo man langsam ist, das vielleicht mit Erfahrung ein Stück weit kompensieren. Aber Gott sei Dank haben wir eine junge Familie, der Junior, die jetzt nachkommt und wo unseres Schwächerwerden kompensieren kann.
19:04
Du bist jetzt nicht die Angestellte sozusagen. Ich bin die Angestellte, ja. Du hast es angesprochen, ihr habt vier Kinder, auch zehn Enkel-Kinder. Wie schweisst das Leben auf der Alp zusammen, Gerlinde?
19:18
Das Leben auf der Alp schweisst zusammen, weil man die Kinder loslassen muss im Sommer oder wenn sie in die Schule gehen, sind sie in einer Pflegefamilie und im Herbst kommt man wieder zusammen und freut sich einfach, dass man wieder beieinander ist.
19:34
Man ist sehr eng beieinander. Das ist nicht nur easy, das ist manchmal auch herausfordernd. Aber wir haben, Gott sei Dank, eine gute Basis, wo wir dann doch wieder darauf zurückkommen.
19:47
Wenn du jetzt deine Enkel-Kinder beobachtest auf der Alp, ist das ähnlich oder gleich wie damals bei deinen Kindern? Oder ist das völlig eine andere Welt, weil die leben ja sonst im Tal in einer anderen Welt als damals?
20:00
Also ich verkneife mir, um zu sagen, 30 Jahre später. Weil das ist eigentlich wieder gleich. Da oben sind die Kinder in der Natur. Sie sind mit uns zusammen. Sie wissen, es ist immer jemand da.
20:17
aber sie können eine grosse Distanz zu uns einnehmen und haben hier einfach Freiheit. Wir haben ja auch nicht die Zeit, um die Kinder zu betütteln, sondern sie müssen einfach mitschwingen und gehen.
20:31
Sie müssen funktionieren und erleben Abenteuer.
20:35
Ja, natürlich. Und wenn eines einen Sturz baut, dann ist man immer froh, wenn es schreit.
20:43
Das sagt Gerlinde Neff Ätlerin in der Sendung persönlich auf SRF1. Zusammen mit dem Christian-Manzer-Kuh-Signaltrainer. Er hat seine Firma mit Vreni und dreien erwachsenen Kinder. Ist das eine Familie AG? Vreni, seine Frau, ist Verwaltungsratspräsidentin. Also quasi eine Chefin. Wie erlebst du das, Vreni als Chefin?
21:10
Das ist ja noch nichts Neues. Das ist schon 30 Jahre so.
21:16
Nein, nein, wir mussten die Funktionen ein bisschen verteilen. Man gehört halt auch zu einem Verwaltungsrat und wir haben uns dann ein bisschen den Spass erlaubt und gesagt, wir machen es als Familie, wir machen das schon seit ich mit Kühen arbeite. In diesem Sinne, die Familie wollte alle ein bisschen mit tragen oder müssen. Also wenn wir unterwegs sind, im Auto schmeckt es von Kühen. Das ist schon alles so gewesen. Wenn wir unterwegs sind, ist nochmal ein interessanter Herde oder ein Stall, hat dann halt mal geschwind angeschaut und schauen. Also du gehst schauen?
21:48
Ja, aber man hat versucht, die Jungmannschaft auch ein wenig zu integrieren, aber mit verschiedenen Interessen natürlich. Und so haben wir gesagt, wir machen das auch miteinander. Und ich habe viel gute Vorgesetzungen in meinem Leben, aber jetzt habe ich schon die Traumbesetzung des Chefs.
22:06
Kuh-Signal-Trainer. Sag schnell, wie bist du überhaupt auf das gekommen?
22:11
Das war ein Zufall. Das hat sich ein ADG daraus heraus, dass man am Landwirtschaftlichen Zentrum, wo ich ja 27,5 Jahre gearbeitet habe.
22:18
Als Lehrer gearbeitet hast?
22:20
Als Lehrerberater. Ein sehr, sehr spannender, erfüllender Job. Und dort haben wir gesagt, wir müssen schauen, dass wir im Bereich Homöopathie Bauern noch besser unterstützen können. Und wenn man Homöopathie will anwenden, dann muss man die Kühe gut beobachten. Und dann hat eine Kollegin, Kuh-Signale entdeckt. Das ist eine Erfindung von Holländern. Drei hohländische Tierärzte haben dieses System entwickelt. Wir haben uns ein bisschen anders vorgestellt. Dann sollen sie hier mal auf Floville kommen. Und dann haben sie einen Tageskurs gegeben. Und dann, an diesem Tag, ich kann mich noch gut erinnern, Werner Eiten, Leiter des Gutsbetriebs dort, also der Pächter des Betriebs in Floville und ihm haben wir auch miteinander angeschaut und mussten sie sagen, wir haben ja gar keine Ahnung von Kühen.
23:01
obwohl ich Landwirtschaft studiert habe, obwohl ich schon zehn Jahre unterrichtet habe. Und so geht es noch vielen Beratern. Viele Berater erzählen die Kühe, viele Lehrer erzählen die Kühe, verstehen aber nicht so viele von Kühen. Und das ist mir da bewusst geworden. Und dann hat es für mich eigentlich noch zwei Varianten gegeben. Machst weiter wie ihr bis jetzt. Beim Kanton kannst du dich schon durchschlängeln. Oder...
23:21
Oder gehst du Vollgas auf Q-Signale? Und dann musste ich für mich sagen, es gibt noch einen Weg. Und wenn ich mehr Zukunft noch will, im Spiegel in die Augen schauen, dann gehen wir Richtung Q-Signale. Und dann habe ich dort 2009 mich entschieden. Innerhalb einer halben Stunde musste ich für mich sagen, es gibt noch einen Weg. Und dann habe ich da durchgezogen mit viel Energie, mit viel Leidenschaft und mit ganz, ganz vielen schönen Erlebnissen mittlerweile.
23:44
Und auch Widerstände am Anfang, wo man gesagt hätte, was soll jetzt das, Q-Signale? Ja...
23:51
Ich sage, jeder Bauer schafft ja mit Kuhsignal. Gerlinde schaut die Kühe, die Gäse jeden Tag an. Und jeden Tag sage ich die Kühe, wenn sie...
23:57
Das ist ja so, Gerlinde, du bist bestätiger. Ja, ja, auf jeden Fall.
24:01
Das ist schon etwas Normales. Aber es liegt eben noch viel mehr drin, man kann noch viel detaillierter schauen. Also man sieht, ich habe zum Beispiel diese Woche, also letzte Woche, habe ich wieder ein Kuhsignal gesehen an einer Anguskuh, die ich noch nie gesehen habe. Also das ist jetzt nicht rassenbedingt, aber wenn du an einem Ort den Herdenangus warst und dann hast du Kühe, die in der Nase oben so trockenen, weißt du, aha, irgendetwas passt nicht. Und so kommst du da rein. Und jetzt musst du wissen, wir haben in der Schweiz sehr viele Stallinrichtungen, die nichts gemacht sind für Kühe, die aber verkauft werden.
24:36
Viele Firmen, die könnten mich heute noch in eine Wand reiben, weil einfach ihr Sortiment nicht passt. Wir haben heute noch Firmen, die verkaufen Liegeboxen und nicht einer davon ist brauchbar für eine Kuh. Und jetzt können die Deutschen und Österreicher auch, und die Firmen wären jetzt auch für uns, und das waren die Schweizer am Anfang auch. Die haben mit mir angefangen, zusammen zu arbeiten, ein Sortiment der Kühe anpassen. Und jetzt geht es bei den Deutschen und bei den Österreicher und Russen weiter, also die nehmen wir jetzt auch ein bisschen dran. Und es geht ja am Schluss nicht darum, dass wir sagen, ja, wir müssen das Zeug anpassen. Es geht am Schluss darum, dass der Bauernfamilie gut geht.
25:07
Und der Bauernfamilie geht es dann gut, wenn es im Stall rund läuft, wenn die Kühe zu weg sind. Das ist auch mein Ziel. Die Kuh ist der Weg zu der glücklichen Bauernfamilie.
25:16
Ich möchte jetzt vom Stall gerade in andere Bereiche hineinkommen, die die Gerlinde betreibt. Du hast es schon angesprochen, den Gastro-Bereich. Du bist Gastgeberin. Ich habe es schon angesprochen, es gibt ein Massenlager bei euch mit Matratzen und Heu. Und Blumsklo.
25:36
Wie duschen die Gäste bei euch?
25:41
Wir empfangen die Gäste und einweisen. Dann sagen wir, dass sie sich am Brunnen eine Katzenwäsche leisten können.
25:53
Eine Katzenwäsche? Wie familiär geht dir das zu und her, wenn ihr mit den Gästen dort seid, die auch leben?
26:03
Man wird schon sehr eng miteinander. Der Gast kommt auch in die Küche, gerade zu schauen, wie man Käse macht. Und dann entsteht eine Nähe. Und oftmals sind es ja auch Leute, die vielleicht etwas möchten, bei uns zu deponieren, ein wenig erzählen, weil sie genau wissen, dass es dort bleibt.
26:25
Auf der Alpe. Ja.
26:27
Und das ist ja auch gut.
26:30
Da sind wir da und hören zu und sind einfach miteinander. Es wird zum Miteinander.
26:38
Es gibt sicher viele Stammgäste hier. Die besonderen Begegnungen, die dich besonders geprägt haben auf all die Zeit, in der du das betreibst.
26:48
Wir haben eine Familie aus Düsseldorf, wo vor vielen Jahren ein Kind bei uns verloren haben. Das Kind hat einen Steinschlag erlitten. Ich habe noch reanimiert und es ist aber dann verstorben.
27:04
Und die Familie ist gläubig und die haben das gut verarbeitet oder verarbeitet wie doch. Und das ist jetzt 30 Jahre her und die kommen seitdem jedes Jahr. Und man ist unglaublich nah mit der Mutter und ich. Wir gehören zusammen, obwohl wir ein Jahr durch nichts voneinander gehören. Aber dann, wenn sie da sind, sind wir zusammen.
27:29
Also da ist eine Freundschaft entstanden, wenn ich das richtig interpretiere, über Generationen auch.
27:35
Über Generationen. Dort ist die Familie, die haben dann noch vier, fünf Kinder, mit denen die Kinder kommen. Die Kinder kamen inzwischen als Teenager selbst und jetzt kommen sie wieder mit ihren Kindern. Und es ist einfach eine unglaubliche Nähe.
27:52
Und das sind ja nicht nur jetzt die von Düsseldorf, auch sonst hat das wirklich entstanden. Darauf ist man halt auch aufeinander angewiesen. Man ist darauf angewiesen, dass der andere mir entgegenkommt und mir zerhorcht.
28:06
Eine von vielen Geschichten der alten Naube erzählt von Gerlin Deneve hier persönlich.
28:13
Christian Manser, 57. Du hast das Vorurteil schon erwähnt, ich habe mir das notiert, der Herbst 30 Jahre verheiratet mit Vreni. Jetzt geben wir uns mal einen Einblick, wie habt ihr euch gelernt?
28:28
Ja, da ist auch noch alles analog gelaufen.
28:35
Da möchte ich den Jungen manchmal auch kennenlernen. Warum? Was war besonders romantisch? Es war eher zack als romantisch. Es ist ja wie alt, du musst manchmal ein bisschen kämpfen müssen. Wir haben uns kennengelernt, weil wir alle mit der Jungmannschaft ein grosses Theater gespielt. Da brauchte es viele Leute in der Festwirtschaft. Von den Nachbordörfern an alle jungen Frauen, die einigermassen laufen und zackig arbeiten konnten, nahm man die Festwirtschaft ein.
29:11
Und dann, ja, da ist mir ein bisschen sauggestochen und irgendwie dann am Schlussabend sollen wir dann zufällig gewiss am gleichen Tisch gesetzt und dann habe ich dann mehrmals einen Rock gegeben im Nachhinein und habe ihr dann angerufen. Sie hat sechs Mädchen, also das ist...
29:27
Aber du hast die Telefonnummer auch schon gehabt?
29:30
Ja, mit dem Telefonbuch natürlich. Ja, mit dem Telefonbuch? Ja, ja, ja.
29:34
Das war bei ihr genau gleich wie bei uns zu Hause. Das Telefon ist im Hausgang. Das heisst, du konntest nicht an einen Kölner mit dem Nattel. Jeder von der Familie hat gemerkt, was da los ist. Beim ersten Telefon, wo ich gesagt habe, ich hätte noch Zeit und Billett für das Kino, hat sie gesagt, ich könnte diese Schwester mitnehmen.
29:57
Und dann... Ja, und dann habe ich wieder angerufen und dann habe ich gesagt, du, wir können jetzt noch 717. Und dann hat es gesagt, ja, sie haben jetzt schon etwas, aber die Schwester hat noch Zeit. Also es hat mehrere Anläufe drin. Ja, und dann habe ich gedacht, weißt du, wir vergessen jetzt. Und dann hat auch meine Grossschwester gesagt, hey, komm, das ist echt eine Flotte.
30:15
gib ihnen noch mal eine Chance. Und manchmal musst du den Leuten halt einfach noch mal eine dritte Chance geben. Und dann hat sie dann gleich mal zicken und noch mehr ausschläufen können. Ja, und der Rest hat sich dann ein Bätzchen gegeben. Und nachher hat es gefunkt? Ja, hat dann noch ziemlich geschwind. Ein bisschen gefunkt, ein bisschen gemäckt. Sie sind Bauern zu Hause und es kann ja nichts Besseres passieren, als eine Bauernmädel heiraten. Du bist auch so Bauernhofer.
30:35
Sie wusste nicht, wie man in die Ferien geht. Das Ferienbuch ist für uns heute noch eine Challenge. Wir sind gerne zu Hause und geniessen es. Es ist schön, wenn du Leute kennenlernst, die ähnlich bescheiden aufgewachsen sollen.
30:48
30 Jahre verheiratet Vreni und Christian. Ich möchte zu deiner Geschichte kommen. Ja, einen Applaus.
31:01
Ich möchte zu deiner Geschichte kommen, Gerlinde Neve, als eingangs gesagt habe, als du das erste Mal auf die Altenalp gekommen bist. Da warst du ja eigentlich Pflegefachfrau hier im Abitzauerland und hast eigentlich nur geplant, für zwei Wochen mal ein bisschen zu helfen. Was ist der erste Eindruck, den du auch heute immer noch im Kopf hast?
31:26
Von damals. Du schaust dich ihm an. Ich sehe es gerade im Augenwinkel. Sag es doch mal jetzt.
31:35
Nein. Dein ersten Eindruck. Der erste Eindruck von meinem Mann war, wie er mit Leib und Seele in der Albube gearbeitet hat. Und einfach das Arbeiten war im Mittelpunkt.
31:54
Und dann auch, wie er mich angeschaut hat.
31:57
Also, wie hätte er denn...
32:00
Wie hat er dir den Schmus gebracht?
32:03
Schon, das war nichts Spektakulärs. Aber wir haben auch gespürt, dass wir die Tickets ähnlich sind. Obwohl ich ganz anders bin. Aber wir finden etwas. Und das könnte passen. Und so haben wir zusammengefunden. Wir sind miteinander mal auf den Schäfler gelaufen.
32:30
Und dann hat er gesagt, der Kollege hat gefragt, ob das jetzt seine Freundin sei, die da auf der Alp sei. Und dann hat er gesagt, ja, weiß ich auch nicht. Und dann habe ich ihn gefragt, warum hast du nicht ja gesagt?
32:44
Und von denen... Von denen war es deklariert. Ja.
32:54
Aber ich meine, Bruno, dein Mann und die Liebe zueinander ist ja das eine, aber das Schaffen auf der Alb, war das so, wie du dir das vorgestellt hast?
33:05
Schon, ja. Ah, ich dachte, das sei vielleicht mit Rosabrille.
33:10
Nein, mir war bewusst, dass das kein Spaziergang ist. Und ich bin dem Bauern aufgewachsen und ich wollte auf die Alp, weil man dort dem Tier näher ist, weil man dort das Tier direkt erleben darf. Mein Vater war sehr initiativ, er hat im 1978 einen Boxenlaufstall gebaut und mir hat das nicht gefallen.
33:33
Darum bin ich dann auf der Alp und wollte das einfach so erleben. Ich habe den Dörr als Handbub in der Altenalp gestartet und habe wirklich den Stall geputzt und bin bei den Kühen gewesen und habe das Dörr erleben und die Geisse Dörr erleben und das hat mir gepasst.
33:51
Du hast das angesprochen, du bist schon auf einem Landwirtschaftsbetrieb gross geworden und wolltest eigentlich auch Landmaschinenmechanikerin werden.
34:02
Ja, genau.
34:04
Warum durfst du das nicht?
34:07
Das hat in der Familie ein kleines Erdbeber ausgelöst und meine Eltern haben das auf keinen Fall geduldet. Also ganz sicher nicht Landmaschinenmechaniker als Frau. Sowieso musst du nichts lernen, weil du kannst ja nachher heiraten. Und das war für mich kein Thema.
34:25
Aber wie ist denn aus dieser Vorstellung, Landmaschinenmechanikerin zu werden, eine Pflegefachfrau geworden? Das ist doch jetzt gerade ganz gähig.
34:35
Ja, das Leben hat mich dahergeführt, dass sie hätten auf einem Landwirtschaftsbetrieb Hauswirtschaft machen sollen, wenn nicht. Und das hat sich dann zerschlagen, weil die hatten einen grossen Hühnerstall, den die Frauen hätten machen sollen. Und da hatten es Tausende von Mäusen und eine Maus, und die hatten nicht Platz in einem Raum.
34:55
Das geht dann nicht? Du verdreist viel, aber keine Mäuse? Keine Mäuse.
35:02
Und so bin ich dann in ein Altersheim gekommen, habe dort in der Hauswirtschaft gearbeitet und habe dann so gelernt, ich könnte auch Krankenpflege lernen, was ich dann auch gemacht habe, meinen Weg dort gegangen bin. Und dann einmal an einer Krankenpflegeprüfung hätte ich das Herz erklären sollen und bin nicht weitergekommen und habe gesagt, wie ein Viertaktmotor.
35:27
Da wären wir wieder bei der Landwirtschaft. Oder bei der Landwirtschaftsmechaniker. Sehr schön. Wenn wir jetzt hier schon in der Zeit zurückgegangen sind in die Kindheit, möchte ich das von dir auch noch wissen, Christian Manser. Du bist mit dreien Geschwistern auf einem Pachtbetrieb in Andwil, St. Gawen, aufgewachsen. Was hast du für Bilder im Kopf des Hofs?
35:48
Wie einfach, du hast es schon ein wenig angesprochen, sind dir aufgewachsen? Du hast ja wahnsinnig viele schöne Bilder im Kopf, also von den schönen Ahlen, das Fechschau, Haue ist für mich alle auch neben das Schöne gesehen, Obsten ist allen Graus gesehen. Und so hast du wie diese Erinnerungen in ganz viele schönen Bilder und irgendwie hast du auch alles schönes Wetter in Erinnerungen. Ich glaube, das ist ja bei allen so. Man sollte ja mit vielen schönen Bildern an die Jugend zurückdenken können. Wir sind sehr bescheiden aufgewachsen. Heisst? Wir hatten Strom, aber wir hatten Plumpsklo, wir hatten keine Dusche.
36:21
Bei uns hat es noch Katzenwäsche gegeben. Bis 20 sind wir so aufgewachsen. Wir haben alles mit Holz gefeuert, wir hatten einen Ofen in den Stobben. Der Rest des Hauses war nicht geheizt, recht schlecht isoliert, also mit Eissapfen im Schlafzimmer, am Fenster und solche Dinge. Man macht wahnsinnig viel mit, es schadet überhaupt nichts. Wir hatten einen langen Schulweg und ich bin extrem dankbar, nur schon für den Schulweg. Wieso? Ich habe das Gefühl, ich sage jetzt mal, ich will den Lehrern nicht zu nahe kommen, aber irgendwie so ein bisschen lesen, schreiben und rechnen kannst du denen mal, oder?
36:56
Aber die richtigen Werte, die richtigen Lebensgeschichten und die richtige Lebenserfahrung, die habe ich dann gemacht auf dem Schulweg. Auf dem Schulweg haben wir angefangen Leute an zu sprechen, auf dem Schulweg haben wir Blumen abgeschnitten und am nächsten Ort verkauft.
37:14
Auf dem Schulweg gehen wir zu alten Leuten, Liedli singen an der Haustür. Also solche Dinge haben wir gemacht und wir haben dort die Welt entdeckt. Und ich glaube, es gibt keine Strecke in meinem Leben, wo ich besser und ausgeprägt habe. Fast jeder stehen kann als der Weg von der Mathe auf Andwil ins Primarschulhaus. Und ich denke heute viel, wieso nimmt man diesen Kindern den Schulweg weg, auf dem Schulweg. Lernst du so viel, sozial miteinander umzugehen, auch in schwierigen Situationen? Wenn wir einmal den Chef der Frau in den Kölner betrieben haben, jetzt sind wir auf dem Gefrohnenbach gelaufen und dann ist doch jedes Mal wieder irgendjemand auf dem Eis hinein und dann hatten wir wieder nasse Schuhe in der Schule.
37:51
Aber wir überlebt das und es sind alles so Erfahrungen, wo du heute zurückdenkst mit einem Schmunzeln und ich denke auch, Gott sei Dank habe ich den Schulweg gehabt. Ich verstand es nicht, wie man Kinder mit dem Auto in die Schule gehen kann. Ich glaube, es ist den Älteren nicht bewusst... Es ist vielen Älteren nicht bewusst, was der Geofenen wegnehmen, wenn sie es mit dem Auto zur Schule bringen. Und nachher gehen sie in eine Therapie zum Lehnen miteinander umgehen. Dabei könnte sie auf dem Schulweg alles tiptop lehnen.
38:23
Gerlinde, du nickst heftig.
38:25
Einverstanden, was er sagt. Total einverstanden. Hast du auch so einen langen Schulweg gehabt und auch so viel erlebt?
38:33
Doch, ich hatte einen nicht so langen Schulweg, aber ich habe sehr viel erlebt.
38:39
Eben, was prägend war. Prägend war auch, als du Mitte 80er Jahre ins Abizauerland kamst, von Stuttgart her. Was war das für eine Idee und warum ausgerechnet hierher?
38:57
Ich habe in Stuttgart in einem grossen Spital die Ausbildung gemacht und geschafft. Und das war mir zu gross. Irgendwann habe ich gemerkt, so nach zehn Jahren Stadt, wirklich Stadtmitte, da starbe ich nicht mein Ding. Und das grosse Spital, ich habe sehr viel gelernt, wirklich. Und würde auch heute noch wieder so machen, aber ich bin mehr fürs Kleinräumige. Und Ich habe mich dann beworben. Ich dachte, in meinem Zeugnis oder in meinem Lebenslauf macht es sich gut.
39:29
Ein Jahr Schweiz. Ein Jahr, ja. Im beruflichen Verlauf würde sich das gut machen. Ich habe mich beworben in Lachen, Zürichsee und Tiefen. Ich habe mich dann für Tiefen entschieden, weil es kleinräumiger war.
39:47
Was war das für ein Kulturschock von Stuttgart?
39:53
Ich würde sagen, kein. Die Tiefener haben es mir unglaublich einfach gemacht. Und Tiefener ist für mich heute noch ein Sprungbrett für alles. Und ich war gerne zu Tiefener. Ich hatte ja die Stadtnähe. Ich konnte auf St. Gallen Stadttheater, ich konnte ins Kino oder alles. Kein Problem.
40:15
Und von daher ist das nicht unbedingt ein Kulturschock. Und ich habe es ja auch gesucht. Richtig gesucht. Und zu tief bin ich dann im Spital heute erschaffen. Und ja, das war wiederum etwas herausfordernd. Ich habe angefangen am 1. Mai und am 3. Mai hat der Doktor am Abend angerufen, du kommst dann noch eine Schwangere, wir kommen dann die Hebamme und ich.
40:42
Und kein Doktor ist gekommen und keine Hebamme ist gekommen. Und ich war mit dieser Schwangeren und das Kind ist gekommen und ich habe noch nie ein Kind selber auf die Welt gebracht. Und ich habe ihr ja auch nicht sagen können, du, ich habe das noch nie gemacht. Und so haben wir das Kind miteinander auf die Welt gebracht.
41:01
Was für den Unglaublichen gesehen. Learning by doing, sagt man dem, gell? Applaus Du wolltest ja eigentlich Bauern werden, oder? Du hättest eigentlich gerne einen Hof übernommen, Christian. Das spürt man ja auch, diese Leidenschaft. Warum hast du denn studiert?
41:23
Wir sind mit Profi aufgewachsen, braune Kühe und ein paar Zocktsaue. Das war alles schön, das hat mir gefallen mit den Tieren. Lammmaschinenmech wäre ich jetzt gar nicht geworden, da bin ich gar nicht geschickt. Heute noch, das ist nicht meine Liga. Das ist ihr Ding. Genau, das ist dein Thema. Aber ich habe Freude an den Tieren. Wir haben aber einen kleinen Betrieb gehabt. Sieben Hektar hat zum Betrieb gehört und noch etwas Pacht. Am Schluss mit elf Hektar hast du einfach gesehen, da geht nicht eine gescheite Existenz zu und zudem den Stall sehr einfach zu bauen.
41:55
Ich bin jetzt nicht der längste, aber in unserem Stall konnte ich nicht normal laufen. Ich musste den Kopf einziehen. Es war einfach vieles nicht so gut. Und das Haus auch sehr einfach. Und man hat wie auch nicht in Zukunft gesehen, als ob es noch verbessert wäre auf dem Betrieb und zu klein. Und ich habe gesagt, ja, ich habe Freude am Bauern und habe dann mehr überlegt, dass ich Tierarzt werden soll. oder soll ich mehr in die Landwirtschaft gehen. Der Tierarzt hat mich auch extrem fasziniert und ich kann mich noch gut erinnern, auch wenn der Tierarzt bei uns kam, dann bin ich alle mit Liebe und sie haben auch dabei gesagt, schauen, was der hier macht.
42:32
Heute bist du ja das ein bisschen wie Tierpsychologe, würde ich sagen. Nein, ich schaue einfach Tiere ein bisschen an. Ich habe dann einfach auch gesehen, oder für mich, der Tierarzt kommt ja in den meisten Fällen dann, wenn es schon spät ist. Ich wollte lieber ein bisschen vorbeugend etwas machen für Tiere und hatte dann den Eindruck, wenn ich Landwirtschaft studiere, dann bin ich beim Bauern. Und dann habe ich gemerkt, mit jedem Jahr, als mein Studium länger war, bin ich wie weiter weg von der Landwirtschaft. Und mir hat es dann gefallen, mit den Gummenstiefeln zwischen den Kühen ein bisschen zu arbeiten mit den Kühen.
43:04
Aber du warst an der ETH in Zürich, das muss ja für dich sehr speziell gewesen sein in der Stadt. Ja, da mit der Stadt natürlich. Also Zürich ist ja grundsätzlich eine schöne Stadt, hat einfach extrem viel Zürcher dort.
43:17
Aber dann konnte man schon ein bisschen ausweichen. Wenn man dann mal den richtigen Vorlesungsraum gefunden hat, hat man auch gemerkt, da hat es noch mehr, die ein ähnliches Interesse haben. Und man ist dann einfach bewusst geworden im Laufe des Studiums, das war natürlich eine sehr gute Ausbildung, alles miteinander, und man hat dann viel mitgenommen. Aber mit jedem Studienjahr hat man wieder den Eindruck bekommen, man ist noch ein bisschen weiter weg vom Bauern ab, von dem, der nie eine Art Freude daran hat. Und dann bin ich dann zuerst zwei Jahre in Bernpiet gearbeitet.
43:48
Dann war für mich ein bisschen der Schreck wie Gerlinde. Ich bin jetzt nicht so weit, aber Bernpiet war für mich auch extrem weit weg, aber auch dort ging es. Und dann bin ich zurück in die Ostwitz und dann als Lehrerberater mit den Landwirtschaftsschulen, mit den Bauern, war mir wieder ein bisschen näher dran. Und jetzt bin ich genau wieder dort gelandet, wo es mir am besten gefällt. Jetzt bin ich im Kombi mit den Gummensteffeln stand irgendwo nach dem Stall, ein bisschen im Kuhdrakinnen und schaue die Kühe an. Das ist ja auch meine Welt.
44:13
«Mit ein paar Spritzer am Kopf.» «Ja, ja.» «Wie habe ich es der Christian Manser schon erklärt, hat hier im Persönlichen offen weiss Gerlinde Neff, Älplerin, du hast schon auch gehadert, nehme ich an, deinen gelehrten Beruf als Pflegefachfrau aufzugeben und dann nachher ganz der Landwirtschaft dich zu widmen.»
44:34
Ich war schon Krankenschwester mit Leib und Seele. Das war mein Ding. Und ich wollte das auch nicht aufgeben. Und dann habe ich Bruno kennengelernt. Und das war ganz klar. Entweder Bruno mit der Alp, wenn ich heirate, oder ich bleibe Krankenschwester. Aber Bruno und Krankenschwester, das geht nicht.
44:57
Das ist nicht durchführbar. Und ich habe mich dann sehr schwer durchgeführt, mit dem Entscheid zu sagen, ich höre auf als Krankenschwester und gehe mit dem Brunnen auf die Alpe und wir machen Landwirtschaft miteinander. Und dann habe ich mit mir gerungen und ich weiß nur, ich habe eine Wanderung gemacht, ich musste mal den Kopf freilaufen und dann habe ich mich entschieden und habe gedacht, wenn ich Glück habe, bleibt die Familie.
45:26
Und Beruf, irgendwann bist du ein bisschen ausgepowert, geht es nicht mehr so gut. Das hört auf und Familie bleibt, wenn ich Glück habe, bleibt Familie. Ich entscheide mich für die Familie und habe mich dann für Bruno entschieden und das war ein guter Entscheid. War einer von meinen Besten.
45:52
Bei beiden, bei dir Gerlinde und bei dir Christian, ist mir aufgefallen, wenn ich durch eure Lebensläufe durchgegangen bin, dass ihr äusserst engagierte Menschen seid. Also Gerlinde, du hast dich in der Schule engagiert, du hast dich in der Kirche engagiert, du hast auch eine politische Karriere gemacht, bist im grossen Rot gewesen. Also wenn du zurück schaust auf das, was war das für ein Ereignis?
46:20
Großrat sein war für mich ein großes Privileg. Und das haben die sehr gern gemacht. Und ich habe einfach, weil Gerechtigkeit ist für mich wichtig. Und wenn ich erlebe, dass irgendwo etwas nicht richtig läuft, das macht mich immer ganz narsch. Und da will ich etwas unternehmen und da will ich etwas bewirken oder sagen, hey, so könnt ihr doch nicht weitermachen. Ich denke immer auch, ich würde mal auf den Roten Platz gehen und sagen, hey, so geht's nicht.
46:54
Aber da wird man nicht gefragt. Und von daher habe ich mich...
47:00
Gern als Grosskarte engagiert.
47:02
Das ging doch vor Alp oben runter?
47:04
Das war ein wenig anspruchsvoll. Da musste ich dann halt runter zur Sitzung und weil ich am anderen Morgen wieder nach oben sein wollte, bin ich dann nach der Sitzung wieder hochgelaufen.
47:18
Ich musste das Dossier hier lesen. Hier lesen ist ein bisschen schwierig, weil man immer ein bisschen müde genug ist. Das war doch ein rechtes Spagat.
47:31
Das ist Engagement.
47:39
Christian, du bist auch so ein Politstar. Du bist vor rund 20 Jahren in Gossauer Stadtrat gewählt worden. Du hast von der Wahl am Autoradio erfahren.
47:52
Ja, ich bin jetzt nicht extrem ambitioniert in diesen Wahlkampf hineingegangen. Man hat einen Vertreter gesucht für die Landwirtschaft und hat gesagt, das stehle ich mir zur Verfügung mit absolut null Erfahrung. Und dann habe ich auch schon lange vorne an diesem Sonntag einen Termin abgemacht. In Osterhonne war ein Anlass im Wagerhof, weiss ich noch gut. Die hatten dort auch ein Rennen und moderiert.
48:16
Das macht ihr ja auch noch.
48:17
Und dann noch konnte...
48:19
Ich wusste schon, dass an diesem Sonntag Wahlen waren und es hatten viele Kandidaten, auch sehr ambitionierte und langjährige, die sich überall den Wahn verteilt haben. Ich habe den Wahlkampf extrem locker gestaltet. Ich habe gesagt, ich stelle mir zur Verfügung, wenn er will, ist gut und sonst lassen wir es sitzen. Und dann mit dem Hefahrer, ja, im Radio haben sie gesagt, Ja, dein Name.
48:42
Der Mann hat es auch gelang.
48:44
Dann dachte ich, oh Halleluja, jetzt muss ich da ein bisschen schauen. Am Abend bin ich dann zu der Feier und da war es noch ganz im gemütlichen Anlass und dann war man dabei.
48:53
Also es war ja nicht nur die Feier, du warst ja auch aktiv. Wenn du zurückschaut, ganz kurz zum Schluss noch, wenn du zurückschaut auf deine Zeit in der Politik, was hast du draus genommen?
49:03
Ja, also ich habe eine extrem coole Zeit gefunden in vier Jahren. Ich habe leider nichts angehängt, weil es von sieben auf fünf Stadttreppen verkleinert hat. Das Pensum wäre zu gross geworden und ich fand die Politik schon spannend. Aber noch viel, viel spannender ist die Landwirtschaft und ich denke, heute ist es auch gut, wie es war. Und ich habe dort ökologische Vernetzung zu draussen initiiert. Das ist etwas, woran ich heute alle daran denke. Oder wir haben dort FÜVV fusioniert, haben zu FÜVV-Depot aufgeleisen. Also Sachen, die ich heute natürlich auch denke, es war gut gewesen. Und ich habe da gerne noch weiter gemacht, weil wir noch viel bewirken konnten.
49:37
Aber es ist jetzt so, wie es jetzt ist.
49:40
Gerlinde, du warst in der Wirtschaftskommission. Wenn du zurück schaust auf deine Zeit, wo du da politisch aktiv warst, Was ist das, was du mitgenommen hast oder ein Beispiel, das du erreicht hast, um jetzt gerade hier anzuknüpfen beim Christian?
49:57
Ich habe mich immer bemüht, dass ich einmal im Jahr ein Erfolgserlebnis habe. Und ich habe das auch fertiggebracht. Am meisten freut mich immer, dass die Kinder an der Fechschau schulfrei haben. Dort sind nicht alle frei gehalten und ich fand, das geht nicht, das müssen wir ändern. Jetzt haben sie schulfrei, das ist ja wunderbar. Das ist der Gewinn der Ehre für Dienste.
50:26
Ich möchte mich sehr bedanken, Gerlinde Neff und Christian Manser, dass ihr hier in der Sendung persönlich heute Einblick gegeben habt in euren Alltag, in eure Biografie. Vielen herzlichen Dank habt ihr hier mitgemacht, seid ihr zu Gast gewesen. Merci vielmals, seid ihr dabei gewesen, hier in der wunderschönen Abitzauer Kunsthalle und am Radio danke fürs dabei sein und einen schönen Sonntag auch.
51:06
Die Sendung persönlich war das mit Dani Vorler. Wie er gesagt hat, aus der Kunsthalle Abizell in Abizell. Technik gemacht hat Natascha Sigrist und Hedi Massoudi. Dank diesen beiden ist die Sendung auch so übertragen worden, wie sie hat. Nächsten Sonntag, der Gast bei Michel Schönbechler, ist Manu Stott. Sie ist Pianistin und, kennt ihr, Benitour Neuer. ehemaliger Moderator und Kommentator beim Schweizer Fernsehen. Die ganze Sendung kommt aus dem Stadthaussaal in Ephrätika und wenn ihr dort dabei sein möchtet, kommt einfach.
51:41
Das war ein Podcast von SRF.
51:43
Produziert im Auftrag der SRG.